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In die Zukunft investieren, Kulturdenkmäler schützen und Kompetenzen schaffen!

POMPEII – SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT

Die Welt ist im Wandel – umso faszinierter sind wir von dem, was Jahrtausende überdauert hat. Jeder Punkt auf der Weltkarte der berühmten und unersetzlichen historischen Monumente ist ein Wegweiser für die Gegenwart, der täglich an Bedeutung gewinnt. Dieses Erbe müssen wir erhalten und pflegen! Dabei bewahren wir nicht nur Altes, sondern entwickeln gleichzeitig neue Kompetenzen:

Denn Kulturdenkmäler können wie Universitäten sein – wenn Restaurierung durch die Ausbildung von Nachwuchskräften und durch geistes- und naturwissenschaftliche Spitzenforschung bereichert wird. Deshalb haben sich international renommierte Forschungsinstitutionen zusammengeschlossen, die in einem vorbildlichen Konservierungs-projekt eine langfristige Perspektive für die bedeutenden Denkmäler in Pompeji schaffen wollen – und zugleich junge Talente ausbilden sowie für den Kulturerhalt forschen möchten. 

Um schnell und effizient neue Wege einschlagen zu können, ist das POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT auf die Unterstützung eines engagierten Förderers angewiesen, der von der Antike ebenso begeistert ist wie von Spitzenforschung und einer Top-Ausbildung unserer größten Talente in der Restaurierung und der Archäologie.

Wo wir ansetzen

POMPEII – SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT

Einer der Punkte auf der Weltkarte der unschätzbaren Monumente befindet sich am Fuße des Vesuvs: Pompeji. Im Jahr 79 versunken unter der Asche des Vulkans, überlebte die Antike hier fast zwei Jahrtausende lang wie in einer Zeitkapsel verschlossen. Heute erlaubt die ausgegrabene Stadt der Menschheit eine einzigartige Zeitreise: Jährlich 2,5 Millionen Besucher machen Pompeji zu einem der meistbesuchten Denkmalstätten weltweit. Doch Pompeji verfällt. Der von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannten Stadt droht nichts weniger als ihr zweiter Untergang – und dieses Mal wäre er endgültig. 

Die Dringlichkeit und Komplexität der konservatorischen Probleme prädestinieren Pompeji für unser Vorhaben: Ihre Lösung erfordert Innovation und zukunftsweisende Methoden der nachhaltigen Konservierung. Wegen der Vielfalt der in Pompeji erhaltenen Objekte bieten hier entwickelte Ansätze Anknüpfungspunkte für Sanierungsaufgaben des gesamten antiken europäischen Raumes und weit darüber hinaus. Die zentrale Rolle, die Pompeji unter den Denkmälern des antiken Abendlandes hat, bürgt für eine Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, die den Vorbildcharakter des Projekts unterstreicht.

Vom Sommer 2014 an wollen wir zehn Jahre lang in Pompeji restaurieren und dabei neue Ansätze und Materialien erforschen, um eine langfristige Perspektive für die Erhaltung der antiken Stätte zu erarbeiten. Wir werden damit nicht nur substanziell zum Erhalt von Pompeji beitragen. Wir wollen auch den Grundstein legen, um die Stadt als Zentrum für konservierungswissenschaftliche Spitzenforschung und für die Ausbildung junger Konservatoren zu etablieren. 

Womit wir beginnen

POMPEII – SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT

Bisherige Restaurierungsprojekte in Pompeji konzentrierten sich oft auf Arbeiten an einzelnen Wandgemälden oder Häusern mit aufwendig gestalteten Räumen. Das POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT verfolgt stattdessen einen ganzheitlichen Ansatz:

Die Grundstruktur der Stadt Pompeji ist die Insula, der auf allen vier Seiten von Straßen umgebene Häuserblock. Eine historisch korrekte und für die Stadt adäquate Restaurierung muss sich an dieser Einheit orientieren und alle Befunde innerhalb einer Insula vom aufwendigen Wandbild bis hin zur kleinsten noch erhaltenen Mauer sichern. Das POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT möchte sich einer solchen Insula annehmen und diese zum Ursprung eines Rettungsnetzes machen, welches über das Projekt hinaus zu einem dauerhaften Sicherungssystem der Stadt wachsen kann. 

Arbeiten in einer solchen Insula würden es erlauben, die verschiedenen Phasen pompejanischer Rekonstruktionsgeschichte modellhaft auf ihre raumklimatischen und konservatorischen Konsequenzen hin zu untersuchen. Zugleich findet man hier Anhaltspunkte für sozialhistorische, urbanistische, archäologische und naturwissenschaftliche Fragestellungen, deren Untersuchung Teil unseres Vorhabens sind. 

3 ASPEKTE – 20 PUNKTE:
DIE POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT AGENDA

POMPEII – SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT

ERHALT DES KULTURELLEN ERBES

  • Nachhaltige und ganzheitliche Restaurierung
  • Präventive Konservierung und Pflege
  • Dokumentation und Publikation 
  • Etablierung eines Zentrums zur Archivierung von Restaurierungsdaten
  • Unterstützung des von der Soprintendenza entwickelten Monitorsystems zur Früherkennung von Problemen
  • Konzepte für eine ruinengerechte touristische Erschließung

AUSBILDUNG

  • Ausbildung von Studierenden der Restaurierung, Archäologie und Bauforschung
  • Weiterbildung von professionellen Restauratoren aus verschiedenen Kulturkreisen
  • Interdisziplinäre Seminare zur Ruinenpflege
  • Pompeji-Kurse für Schulen aus der Vesuvregion und internationalen Partnerschulen
  • Ausbildung von Wach- und Wartungspersonal
  • Internationale Workshops und Kongresse zur Fortbildung der eigenen Kompetenz

FORSCHUNG

  • Entwicklung von neuen restauratorischen Methoden
  • Entwicklung von dauerhaften Konservierungsmaterialien
  • Klimauntersuchungen zur präventiven Konservierung
  • Archäologische Grundlagenforschung
  • Bauhistorische Forschungen zu antiken Bautechniken
  • Sozialhistorische Studien zur Geschichte der Bewohner
  • Entwicklung einer am Befund orientierten digitalen Vermittlung der Gebäude
  • Restaurierungshistorische Studien über Pompeji
ÜBER UNS > Konsortium

Wer wir sind

POMPEII – SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT

Das POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT ist ein Zusammenschluss führender europäischer Forschungsinstitutionen – die Fraunhofer-Gesellschaft und die Technische Universität München arbeiten dafür federführend zusammen mit dem an die UNESCO angeschlossenen International Center for the Study of the Preservation and Restoration of Cultural Property (ICCROM) und dem Istituto per i Beni Archeologici e Monumentali del Consiglio Nazionale delle Ricerche (CNR-IBAM). Die School of Geography and the Environment at the University of Oxford, das zum italienischen Kulturministerium (MIBAC) gehörige Istituto per la Conservazione ed il Restauro, das Institut für Alte Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München, das Deutsche Archäologische Institut in Rom und die Università di Pisa unterstützen das Vorhaben als Forschungspartner.

Das POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT will einzigartige Kulturdenkmäler schützen und den Weg dorthin zur Entwicklung von Kompetenzen nutzen. Es vereint deswegen hochqualitative Restaurierung pompejanischer Befunde mit geistes- und naturwissenschaftlicher Spitzenforschung und der Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern. Unsere Arbeit will Vorbild sein: So wie die Ausgrabungen in Pompeji unter Giuseppe Fiorelli im 19. Jahrhundert für die Freilegung und Untersuchung antiker Stätten rund um das Mittelmeer zum Wegweiser wurden, soll Pompeji mit dem POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT künftig wieder eine zentrale Rolle in der internationalen Diskussion um Erhalt und Erschließung von Kulturdenkmälern spielen. 

Was wir tun

POMPEII – SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT

Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung sollen im POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT zusammenwirken, um folgende Aufgaben zu bewältigen:

  • Dokumentation der Bauten und ihrer Entstehungsgeschichte mit modernsten Methoden unter aktuellen archäologischen und bauwissenschaftlichen Gesichtspunkte
  • Vorbildliche Restaurierung und dauerhafte Sicherung von pompejanischen Baukomplexen
  • Erforschung innovativer Methoden der präventiven Konservierung zur Vorbeugung gegen weiteren Verfall
  • Ausbildung von Konservatoren und Nachwuchswissenschaftlern als substanzieller Beitrag für die Zukunft der Erhaltung des internationalen Weltkulturerbes 
  • Entwicklung und Adaptierung von Materialien, Strategien und Methoden, die für eine effiziente und nachhaltige Restaurierung in antiken Stätten weit über Pompeji hinaus angewendet werden können
  • Einbeziehung der botanischen Forschung für eine ökologisch korrekte und befundgerechte Begrünung der antiken Gärten
  • Gestaltung von neuen Konzepten für Schutzbauten und deren ruinen- und besuchergerechte Errichtung 
  • Etablierung von Pompeji als Forschungszentrum für die dauerhafte und nachhaltige Konservierung antiker Architektur
  • Vermittlung der aktuellen Arbeiten und Forschungs-ergebnisse über Online- und Printmedien
  • Öffentlichkeitsarbeit, um das Bewusstsein für den Erhalt des Weltkulturerbes und seinen vielfältigen Wert für unsere Gegenwart und Zukunft zu schärfen 

Wir wir arbeiten

POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT

Die Kernarbeit des Projekts erfolgt direkt in Pompeji in unmittelbarem Bezug zu den antiken Gebäuden. Sie gliedert sich in drei eng miteinander verbundene Projektbereiche: praktische Ausbildung, Forschung und Restaurierung. Durch eine dauerhafte Präsenz des POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT in der Weltkulturerbstätte Pompeji wird zudem eine Infrastruktur geschaffen, die weiteren Forschungsprojekten als Plattform dienen soll. International ausgerichtete Kolloquien, Workshops und eine Vielzahl von Publikationen werden die Resultate einem breiten Publikum von Experten und Laien nahebringen. 

Das POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT wird sich dabei auch am Vorzeigeprojekt des Herculaneum Conservation Project in der Nachbarstadt Pompejis orientieren. Dank einer privaten Förderung wirken dort seit 2001 vorbildlich internationale Forschung und Restaurierungspraxis zusammen. Die wissenschaftliche Leitung des POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT liegt bei einem internationalen Expertengremium, das aus Mitgliedern der beteiligten Institutionen und Förderern besteht. Als Vorstand fungieren Prof. Dr. Klaus Sedlbauer (Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP), Prof. Erwin Emmerling (Lehrstuhl für Restaurierung der TU München), Prof. Dr. Stefano De Caro (Director-General, ICCROM), Dr. Teresa Elena Cinquantaquattro (Soprintendente per i Beni Archeologici di Napoli e Pompei) und ein Vertreter des Istituto Superiore per la Conservazione ed il Restauro sowie des Istituto per i Beni Archeologici e Monumentali del CNR. Das POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT ist als Forschungsverband deutschen Rechts am Fraunhofer IBP angesiedelt und stützt sich auf dessen langjährige Kompetenz bei der Verwaltung internationaler Kooperationen. 

 

Mission & Vision

POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT

Prof. Dr. Francesco Bandarin, UNESCO Assistant Director- General for Culture

Dr. Dr h.c. mult. Hans Ulrich Seidt, Leiter der Abteilung für Kultur und Kommunikation des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland

Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. E.h. Dr.-Ing. E.h. mult. Dr. h.c. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer Gesellschaft

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der Technischen Universität München

Pompeji erlaubt, wie kein anderer Ort auf dieser Welt, einen direkten Einblick in das alltägliche Leben der römischen Antike: Die Stadt ist somit ein einzigartiger Schatz! Jeder Besucher kann hier während eines Spaziergangs in die Vergangenheit eintauchen und in seiner Phantasie das Leben der Straßen auferstehen lassen, in Läden schauen, sehen, wie arme und reiche Pompejaner lebten und wie sie ihre Häuser mit Bildern und Böden schmückten. All dies überlebte mehr als 2000 Jahre  –  unter der Asche des Vesuvs. Der Klimawandel bedroht den Bestand der Stadt nun zusätzlich zu den Problemen des Massentourismus und den in sich fragilen Bauten der Stadt. Diese Kombination aus historischer Bedeutung und aktueller Bedrohung machen Pompeji zu einem perfekten Labor, um neue Wege in der Konservierungsforschung zu gehen. Sie sollte auf neue und vor allem dauerhafte Methoden der Konservierung und auf ruinenkonforme Arten des Tourismus ausgelegt sein, um die Kulturgüter unserer Welt für zukünftige Generationen zu erhalten. Das hier vorgestellte Projekt, das einen multidisziplinären Forschungsansatz mit der praxisnahen Ausbildung von Wissenschaftlern und Konservatoren verbindet, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Es hat das Potenzial, neue Standards im Bereich der dauerhaften präventiven Konservierung zu setzen, die von Pompeji weltweit auf archäologische Stätten übertragen werden können.

Prof. Dr. Francesco Bandarin, UNESCO Assistant Director- General for Culture

Pompeji ist nicht nur ein weltweit bekanntes Denkmal der antiken europäischen Kultur, die antike Stätte blickt auch auf eine lange und erfolgreiche Tradition deutsch- italienischer Kooperationen im Berich von Kultur und Wissenschaft zurück. Als Leiter der Abteilung für Kultur und Kommunikation des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland begrüße ich die hier vorgestellte Initative deutscher und italienischer Forschungsinstitutionen ausdrücklich. Der im POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT angelegte Dialog hilft uns, europäische Werte zu bewahren und ein Verständnis für dieselben zu wecken und zu kommunizieren. 

Dr. Dr h.c. mult. Hans Ulrich Seidt, Leiter der Abteilung für Kultur und Kommunikation des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland

Das Weltkulturerbe in Pompeji zu erhalten ist eine Pflicht, die wir den kommenden Generationen schulden. Die Fraunhofer-Gesellschaft wird mit ihrer langjährigen Erfahrung in der angewandten Forschung dazu mit innovativen Technologien und Methoden einen wesentlichen Beitrag leisten. Sie kann dabei als Mitglied der Forschungsallianz Kulturerbe, getragen von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Leibniz-Gemeinschaft und der Fraunhofer-Gesellschaft, sowohl auf naturwissenschaftlich-technische als auch auf geistes- und kulturwissenschaftliche Expertise aufbauen. Ich freue mich sehr, dass wir mit diesem interdisziplinären Projekt die bereits bestehenden engen Bande deutsch-italienischer Zusammenarbeit weiter stärken und jungen Wissenschaftlern nachhaltige Perspektiven bieten. 

Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. E.h. Dr.-Ing. E.h. mult. Dr. h.c. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer Gesellschaft

Wie wenige antike Stätten steht Pompeji für grandiose Kultur und tragischen Untergang – symbolisiert römische Kultur in höchster Verfeinerung und weltweites Nachwirken im 18. und vor allem auch im 19. Jahrhundert: König Ludwig I. von Bayern. ließ sich in Aschaffenburg in den 1840er-Jahren das Pompejanum errichten, den Nachbau des Hauses von Castor und Pollux in Originalgröße. 

Generationen von Archäologen haben mit unendlicher Mühe große Teile der antiken Stadt freigelegt, und Generationen von zukünftigen Archäologen, Architekten, Bauforschern und Restauratoren obliegt es, dieses Erbe der Menschheit sachgerecht zu pflegen und für nachfolgende Generationen zu bewahren. Die Herausforderungen an die sachgerechte Pflege einer solch riesigen archäologischen Stätte sind immens und die aktuellen Probleme gewaltig.

Ich freue mich, dass die Technische Universität München mit dem POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT sich an der Rettung von Pompeji beteiligt, und bin sicher, dass das an unserer Universität vorhandene Fachwissen und die Kompetenz ihrer Mitarbeiter gewährleistet, optimale Schritte zur Konservierung und Restaurierung des hier vorgestellten Projekts erfolgreich in die Wege zu leiten. Ich wünsche diesem Projekt jeden denkbaren Erfolg und unterstütze gerne die Initiative.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der Technischen Universität München


Unterstützer

POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT

S. Em. Rev. ma Gianfranco Cardinale Ravasi, Presidente del Pontificio Consiglio della Cultura

« "Domenica andammo a Pompei. Molte sciagure sono accadute nel mondo, ma poche hanno procurato altrettanta gioia alla posterità" (Viaggio in Italia, 1787). Parafrasando Goethe, si potrebbe affermare che una nuova sciagura si stia abbattendo sul sito di Pompei. Abbiamo infatti ancora vive negli occhi le impressionanti immagini di alcuni disastrosi crolli appena due anni fa. Se infatti le ceneri del Vesuvio nel 79 d.C. portarono la morte, ma lasciarono straordinariamente intatte le strutture architettoniche, opere d'arte e oggetti di uso comune, dalla riscoperta del sito nel XVIII secolo fino ad oggi insidiosi agenti naturali, la costante usura dei flussi turistici e l'indifferenza delle istituzioni civili e delle stesse comunità locali e nazionali sono la causa di un degrado lento, inesorabile e potenzialmente irreversibile. Salutiamo quindi con gratitudine e speranza l'iniziativa dei giovani studiosi promotori del Pompeii Sustainable Preservation Project, volto al ricupero integrale di un'insula della città, mediante la messa a punto di apposite metodologie e con l'intenzione di costituire un laboratorio di formazione per giovani leve nel campo del restauro. L'iniziativa, partendo da un'università tedesca, rinnova la tradizione dell'amore di quella nazione per il patrimonio culturale italiano, in accordo e in sinergia con le istituzioni e gli istituti di ricerca italiani. Auspichiamo infine che i privati che hanno la possibilità di mettere a disposizione mezzi economici lo facciano con generosità, affinchè l'umanità possa continuare a gioire di questo suo tesoro, come già i nostri antenati. »


Prof. Dr. Salvatore Settis, Accademico dei Lincei, della Bayerische Akademie der Wissenschaften, della Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, dell’Institut de France, della American Philosophical Society 

« La convergenza di ricerca sul campo, strategie conservative e formazione dei giovani dà a questo progetto uno statuto particolarmente alto e consapevole. Nessun luogo quanto Pompei si presta a una alta sperimentazione, che possa poi servire di modello-pilota per l’archeologia classica (e non solo). La straordinaria attenzione mediatica che si è concentrata sui problemi conservativi di Pompei negli ultimi anni e la possibilità di aggiungere i fondi di questo progetto a quelli dell’Unione Europea e del governo italiano potrà consentire sinergie preziose e irripetibili confronti di metodo. Contribuire a rilanciare la ricerca, la tutela e la conservazione di Pompei: il Pompeii Sustainable Preservation Project può essere un agente essenziale della rinascita di Pompei che si può prevedere nei prossimi anni. »


Dr. Matteo Pardo, Wissenschaftlicher Attaché an der Italienischen Botschaft in Berlin 

« Questo progetto unisce due diversi piani di cooperazione. Innanzitutto un piano transnazionale, principalmente fra Italia e Germania, che è mio compito d’ufficio sostenere. Più importante, e necessaria, ritengo sia però la collaborazione interdisciplinare – più ancora: interculturale – fra discipline scientifico-tecniche e discipline umanistiche. Mi auguro e credo che il beneficio di queste cooperazioni, di lungo periodo, comprendenti una parte significativa di formazione, potrebbe estendersi oltre Pompei. »


Prof. Dr. Gesine Schwan, Präsidentin der HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance 

»Bildung, die in der geistigen Konfrontation mit historischen und kulturübergreifenden Erfahrungen Urteilsfähigkeit stärkt, und disziplinüberschreitende Kommunikation sind wichtige Grundlagen für die Zukunft Europas. In diesem Sinne hat das hier vorgestellte Projekt, das Denkmalschutz, Ausbildung und Forschung vereint, wegweisenden Charakter. Das Pompeji Sustainable Preservation Project verdient eine breite Unterstützung!«


Prof. Dr. Stefano De Caro, Director-General, International Centre for the Study of the Preservation and Restoration of Cultural Property 

« La formazione di giovani conservatori e restauratori è una delle più importanti garanzie per il futuro della tutela dei monumenti antichi. Questo progetto, che unisce un approccio interdisciplinare ed internazionale ad una formazione sul campo, si muove certamente nella giusta direzione. Il contributo che esso offre attraverso lo sviluppo di capacità e competenze è inoltre di lunga durata ed anche questo è un importante elemento per il futuro della conservazione dei beni culturali. »


Arch. Gisella Capponi, Direttrice dell‘Istituto Superiore per la Conservazione ed il Restauro (ISCR) del Ministero per i Beni e le Attività Culturali 

« Gli aspetti relativi alla definizione dei piani di conservazione programmata, alla formazione e alla sperimentazione di metodologie per la conservazione delle superfici dell’architettura del PSPP rivestono per noi dell’ISCR particolare interesse. In questi campi il nostro Istituto ha maturato negli anni esperienze in Italia e all’estero che saremmo interessati a poter condividere con i partecipanti all’iniziativa. »


Prof. Andrew Wallace-Hadrill OBE FBA, Herculaneum Conservation Project and Director of Research, Faculty of Classics, University of Cambridge 

“Never has Pompeii been more desperately in need of conservation than at the present! Conservation problems are numerous and complex, and resolving them requires more than the mechanical application of known methodologies. Experiment and scientific testing remain fundamental, and for that reason too, in our experience, a major conservation project can add much to our scientific and archaeological knowledge. I wish you all success in your initiative.”


Prof. Dr. Henner von Hesberg, ehem. Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom 

»Wer im Abstand von wenigen Jahren die Stadt besucht hat, wird mit Schrecken feststellen, dass ganze Wände antiker Malerei heute kaum mehr zu erkennen sind und ihre Wirkung verloren haben. Hier muss etwas geschehen! Jetzt ist unbedingt eine Konservierung erforderlich, die den noch vorhandenen Bestand besser schützt und für die Zukunft erhält. Die Abteilung Rom des Deutschen Archäologischen Instituts unterstützt deshalb nachdrücklich diese Initiative.«


Prof. Heather A. Viles, Professor of Biogeomorphology and Heritage Conservation, University of Oxford 

“The vast and complex ruined site at Pompeii presents a unique opportunity to improve our understanding of the causes and rates of deterioration of stonework and plaster. As a result, and building on expertise gained from the study of many other monuments, we will be able to develop novel and sustainable conservation strategies which will help preserve the monuments for years to come. Understanding the combination of factors which are causing deterioration in different parts of Pompeii, and working with (rather than against) natural processes are the foundations of our approach.”


Prof. Dr. Daniele Malfitana, Direttore dell’Istituto per i Beni Archeologici e Monumentali, Consiglio Nazionale delle Ricerche e docente di Archeologia, Università di Catania 

« Pompei rappresenta una palestra straordinaria per chi opera nel settore della ricerca finalizzata allo sviluppo di metodologie e tecniche per il recupero e la conservazione del patrimonio archeologico e monumentale. Produrre conoscenza e ricerca, sperimentare azioni applicative per la conservazione della città antica, formare nuove competenze sono tre obiettivi strategici per il successo di un progetto quale il PSPP. Pompei rappresenta anche il contesto ideale per un dialogo tra scuole diverse perché è attraverso il dialogo ed il confronto, anche metodologico, che si raggiunge eccellenza di risultati. »


Prof. Dr. Klaus Sedlbauer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP 

»Durch die einzigartige Verbindung von Natur- und Geisteswissenschaften im Rahmen des PSPP werden alle beteiligten Fachrichtungen voneinander profitieren. Der Gedanke, Pompeji als Arbeitsfeld für bauphysikalische Forschung zu etablieren, ist ebenso außergewöhnlich wie vielversprechend!«


Prof. Erwin Emmerling, Ordinarius für Restaurierung, Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaft der Technischen Universität München

»Seit Beginn der Ausgrabungen in Pompeji wird in der Stadt restauriert! Kein anderer Ort der europäischen Vergangenheit spiegelt in so dichter Form auch die Geschichte europäischer Restaurierungsmethoden wieder. Allein deswegen ist Pompeji der ideale Ort für ein (Ausbildungs-)Zentrum der Restaurierungswissenschaften!«

FUNDRAISING

Wen wir suchen

POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT

Das POMPEII SUSTAINABLE PRESERVATION PROJECT ist ein auf Fundraising basierendes Projekt. Der neuartige Ansatz, die Zusammenarbeit unterschiedlicher Institutionen und die für das genannte Vorhaben notwendigen Mittel sind auf konventionellen Wegen der öffentlich geförderten Forschung nicht umsetzbar.

Daher streben wir den Weg des direkten Sponsorings an, um die finanziellen Mittel unmittelbar der Forschung und den zu sichernden Objekten zukommen zu lassen. Das Vorhaben ist auf zehn Jahre geplant und wird in dieser Zeit eine Fördersumme von etwa 10 Millionen Euro benötigen, um die Arbeitsschritte in der notwendigen herausragenden Qualität umsetzen zu können. Diese Summe erlaubt die Beschäftigung von hoch qualifiziertem Personal, das das Projekt über den gesamten Zeitraum begleiten kann, Mittel für Forschungsstipendien, Gastwissenschaftler, Sachmittel für die Bau- und Forschungsarbeiten sowie die Publikation und medienwirksame Verbreitung der Ergebnisse.

Gesucht werden Sponsoren, die hinter den Werten des Projekts stehen und sich mit seinen drei Säulen – Erhalt des Kulturerbes, Ausbildung und Spitzenforschung – identifizieren. Gemeinsam können wir grundlegend zur Rettung dieser für die abendländische Kultur zentralen Weltkulturerbe-Stätte beitragen und gleichzeitig dafür sorgen, dass aus der für den Kulturerhalt notwendigen Denkmalpflege eine Investition in die Zukunft wird.

Aktuelles

Termine

Internationale Auftritte

Vorstellung des Projekts auf folgenden Veranstaltungen:

  • 8. Dezember 2014: "Pompeji eine Zukunft geben", Dr. Albrecht Matthaei im Gespräch mit Dr. Andreas Hoffmann, Geschäftsführer des Bucerius Kunst Forums und Kurator der Ausstellung "Pompeji. Götter, Mythen, Menschen", Bucerius Kunst Forum Hamburg
  • 15. September 2014: "Pompeji zur Zeit des 'Grande Progetto Pompei' - laufende Arbeiten und Perspektiven", Vortrag von Prof. Dr. Massimo Osanna Soprintendente von Pompeji, Herculaneum und Stabia, 18 Uhr (c.t.), Hörsaal des Lehrstuhls für Restaurierung, Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaft der TUM, Oettingenstr. 15, München
  • 20. November 2014: Zetesis - la Gioia della Ricerca, Rom

Kontakt



Projektkoordination
Dr. Ralf Kilian
ralf.kilian@ibp.fraunhofer.de
Telefon +49 8024 643-285



Projektkoordination
Dr. Albrecht Matthaei 
albrecht.matthaei@ibp.fraunhofer.de
Telefon +49 176 83588772



Projektkoordination
Dr. Anna Anguissola
Anna.Anguissola@lmu.de
Telefon +49 89 2180-4001



Fundraising
Nina Nadine Martens, M.Eng.
nadine.martens@ibp.fraunhofer.de
Telefon +49 8024 643-621



Presse
Dipl.-Journ. Janis Eitner
janis.eitner@ibp.fraunhofer.de
Telefon +49 8024 643-203

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Das

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